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Durch die Slowakei







Nach einem kurzen Aufenthalt in der Heimat, fuhren wir Richtung Osten wieder los. Zum Übernachten in Österreich suchten wir abseits der Autobahn auf unserer App eine ruhige Schlafmöglichkeit. So wählten wir einen Parkplatz in St. Florian bei Linz. Wie es sich später herausgestellt hat, war das der Parkplatz vom ältesten, grössten und bekanntesten Kloster in Österreich, das Stift Sankt Florian. Vor dem Schlafengehen machten wir einen Spaziergang an diesem ruhigen Ort der Begegnung und Andacht.
In Ungarn besuchten wir unsere Familien. Wir verbrachten einige Tage in Nemesvàmos und Eger mit unseren Liebsten. Die Tage verflogen schnell und nach einer ausgiebigen Reinigung von Bodyduck, ging die Reise weiter…
Wir verlassen Ungarn über die Grenze Bànrève/ Kráľ Richtung Kosice. Der Camp Route E58 ist ein sehr guter Ausgangspunkt für die Besichtigung der Stadt. Man kann die ÖV nehmen oder die sehr gut ausgebaute (jedoch alt und sehr holperige) Veloweg bis ins Zentrum. Mit unseren Trottis schafften den Weg in ca. 20 Minuten. Zuerst besuchten wir einen Aussichtsturm im Norden, dann verbrachten wir den Rest des Tages in der Altstadt.
Da das Wetter immer noch sommerlich warm war, entschieden wir uns einen Bademöglichkeit zu suchen. Diese Idee hatten auch viele andere. Im Ondauer Bergland (Ondavská vrchovina) liegt der zwischen 1962 und 1967 angelegte Stausee Veľká Domaša. Am südlichen Ufer ist ein einfach ausgestatteter Campingplatz, direkt neben dem öffentlichen Strand. Wir waren über das Wochenende hier und mussten dabei erleben wie die Einheimischen Gäste bis in die tiefe Nacht die Sau rauslassen können. Tagsüber haben wir jedoch die Sonne und das Wasser sehr genossen.
Nach über eine Woche in der Slowakei merkten wir immer öfter, dass wir mit unserem Fahrzeug bei den Zufahrten zu den Sehenswürdigkeiten an Gewichtslimite stossen. Die Einfahrt in sehr viele Ortschaften ist bis 6 To. begrenzt. Aus diesem Grunde konnten wir nicht direkt zur Zipser Burg. Im Dorf Spišské Podhradie fanden wir jedoch einen Parkplatz, von da aus führt ein steiler Weg (ca. 30 Min Marsch) zu der Burg. Sie ist eine der grössten Burganlagen in Mitteleuropa. Auf einem 634m hohem Hügel gebaut, ist mit seiner Grösse eine sehr imposante Erscheinung. Seit 1993 gehört sie zum UNESCO-Weltkulturerbe und wird laufend renoviert. Im Weiteren besuchten wir noch die Kathedrale des heiligen Martin (Spišská Kapitula). Währen unseren Spaziergang auf dem gegenüberliegenden Feld entdeckten wir Hinweisschilder, die zu verschiedene kleine Kapellen führten.
Nach einer stürmischen Nacht bei der Kathedrale fuhren wir weiter Richtung Hohe Tatra. Wir wollten auf dem Weg in Levoča die besonders gut erhaltene Altstadt besuchen, konnten aber schon wieder wegen der Gewichtsbeschränkung keinen Parkplatz in der Nähe finden. So verbrachten wir eine Nacht in Poprad und trösteten uns beim Spazieren, in der nicht allzu spektakulären Innenstadt, mit einer feinen Glace. Der erste Aufenthalt in den Bergen war in einem kleinen Camping bei Tatranská Lomnica. Von hieraus erkundeten wir diesen berühmten Ferienort, wo die Zeitgeschichte Bücher schreiben könnte. Neben den typisch, im sozialistischen Stil gebaute Hotels, wachsen moderne Ferienanlagen wie Pilze im Wald, aus dem Boden. Wer dieses Ferienparadies besucht, sollte unbedingt mit der Gondel auf den 2634m hohen Lomnický štít. Wir entschieden uns jedoch, wegen der Höhenangst von Emese und die in Wolken umhüllte Bergspitze, nur bis zur Mittelstation Skalnaté pleso 1754m ü.M. zu fahren. Hier war das Wetter noch gnädig mit uns und konnten die herrliche Aussicht geniessen. In den letzten Tagen hat das Kochfeld immer wieder gestreikt. Es war an der Zeit der Ursache nachzugehen. Nach langem Suchen und probieren hat sich herausgestellt, dass das Gummi der Dieselleitungen spröd geworden ist und war undicht. Unser Bordmechaniker hat die Leitungen gewechselt und alles funktioniert wie neu.
Bei der Ankunft in Štrbské Pleso war es regnerisch und neblig. Das Wetter wechselte aber schnell und am anderen Tag war es perfekt für unsere Wanderung zum Popradské Pleso (es sollen südlich des Tatra-Hauptkamms nur in diesem See Fische leben)…..Es gibt zwei Möglichkeiten zum See zu gelangen. Eine asphaltierte Strasse, auch mit Rollstuhl befahrbar, und ein Waldweg. Wir wählten hinauf den Wanderweg durch den Wald, der ca. 2 Stunden dauerte. Beim See angekommen erwartete uns eine gigantische Bergaussicht. Wir liefen um den See herum, dabei zweigt ein kleiner Pfad zum Symbolische Friedhof für verunglückte Bergsteiger mit einer kleinen Kapelle. Für den Rückweg nahmen wir die betonierte Strasse, was nicht zu vergleichen war mit dem idyllischen Waldweg am Morgen


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