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2014 USA


Orlando - Miami






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Orlando - Miami



Weiter nach Süden, Richtung Everglade National Park fuhren wir über die Sunshine Skyway Bridge bei Saint Petersburg. Die Brücke gehört, mit einer Gesamtlänge von 5,5 Meilen, zu den längsten Brücken mit einer Schrägseil-Mittelöffnung. In Everglade City machten wir eine Bootstour mit "Everglades Day Safari" - "Professionally Guided Eco Tour". Nicht mit einem Propeller Boot, sondern mit einem kleinen, leisen Motorbötchen. Es war mehr eine Art "Öko-Tour", die uns sehr gefallen hat. Durch die Mangroven Wälder fuhren wir ca. 2 Stunden umher. Es war sehr beindruckend in die Wildnis so einzutauchen um Fauna und Flora zu beobachten. In diese Sumpfwildnis leben ausser mehr als 300 Vogelarten, Panther, Hochwild, Waschbären und verschiedene Reptilien. Auf dem Weg Richtung Miami (Highway 41) machten wir einen kleinen Zwischenstopp bei den Uhreinwohner der Everglande. Das Dorf der Miccosukee Indianer ist aber nicht bewohnt, sondern wurde für den Tourismus aufgebaut. Hier wurden Alligator Show`s vorgeführt und man konnte auch einen kleinen Alligator anfassen.



Da wir unser Hotel in Homestead für drei Nächte gebucht hatten, machten wir von da aus weitere Ausflüge in die Everglande. Im Hauptbesucherzentrum „Ernest Coe Visitor Center“ holten wir gleich Informationen und Kartenmaterial für unseren Ausflug in diesem Biosphärenreservat. In den Everglades gibt es zahlreiche kurze Rundwanderwege und etwas längere Wanderwege. So wählten wir folgende sehr schön ausgebaute Trails aus:

Pinelands Trail: Ein 600 m langer Rundweg durch einen subtropischen Pinienwald. Dies ist der botanisch vielfältigste Lebensraum in Südflorida.

Pa-hay-okee Overlook: Ein (300 m langer Holzsteg führt auf eine Aussichtsplattform, die einen Blick auf die ausgedehnte Süsswasser-Mergelprärie der Everglades bietet.

Mahogany Hammock Trail: Ein 600 m langer Spaziergang, der durch ein dschungelartiges Dickicht tropischer Hölzer führt.

West Lake: Ein 600 m langer Spazierweg durch einen von seltsamen, im Salzwasser wachsenden Bäumen beherrschten Mangrovenwald.

Anhinga Trail: Ein absolutes Muss! Dieser 1,3 km lange Rundweg bietet eine der besten Gelegenheiten, wilde Tiere, einschliesslich Alligatoren und Vögel ganz aus der Nähe zu beobachten.

Gumbo Limbo Trail: Ein 600 m langer Rundweg. Dieser Weg windet sich durch einen dichten, tropischen Dschungel.

Auch wenn wir aufgrund des eher kurzen Aufenthalts nicht alles sehen konnten, waren es vor allem die Tier- und Naturbeobachtungen was uns glücklich in Richtung Key West weiterfahren liessen.



Sehr früh machten wir uns in Homestead auf den Weg und brachen in Richtung Florida Keys auf. Zum einen wollten wir auf dieser abwechslungsreichen Strecke noch etwas sehen und ab und zu einmal anhalten, zum anderen war auch noch ein kleiner Rundgang in Key West geplant. Die Entfernung sind bis Southernmost Point of USA, immerhin ca. 270 Kilometer. Etwa 4½ Stunden sollte man für die überwiegend einspurige Strecke schon einplanen, ohne unterwegs irgendwo anzuhalten. Im Jahre 1935 wurde die Eisenbahnbrücke durch einen Hurrikan zerstört, was nicht wieder instand gesetzt wurde. Man errichtete dafür den über 42 Brücken führende Overseas Highway, der zu Teil über und neben der verbliebenen alten Eisenbahnbrücken führet. Nach dem in den 80-er Jahren viele Brücken ersetzt wurden, dienen sie nun als Wanderwege und Piers zum angeln. Leider spielte das Wetter nicht ganz so mit, wie wir uns das gewünscht hatten. Statt strahlendem Sonnenschein und Blick auf türkisblaues Wasser hatten wir Nieselregen und grau-in-grau. Nachdem wir uns im Hotel Truman für drei Tage einquartiert haben, begaben wir uns direkt hinein ins Geschehen von Key West. Ok, Geschehen ist noch etwas zu viel gesagt, denn am Nachmittag war es auf der Duval Street dann doch noch recht ruhig. Um auf dem Rückweg nicht denselben Weg zu gehen, wählten wir nun die der Duval Street parallele verlaufenden Whitehead Street. Hier fanden wir schliesslich nach einigen Metern die vielleicht bekannteste Attraktion von Key West, dem Ernest Hemingway Home and Museum. HAS TO BE SEEN….. Nach dem Besuch des Museums, entschieden wir uns, die Strasse nach Süden aufzusuchen. Wer in Key West diese Richtung einschlägt, landet zwangsläufig an einem der berühmtesten Punkte der USA: Southernmost Point of Continental USA. Von hier aus sind es nur noch 145 Km bis Kuba. Man kann fast hinüber sehen….. Wir hatte noch eine Schiffart auf das Fort Zachary Taylor. Jedoch wollte Petrus uns diesen Ausflug nicht gönnen, denn das Wetter war am nächsten Morgen genau so grau und windig, so dass wir diese Reise abgesagt hatten. Bessergesagt die Schiffe fuhren wegen zu hohen Seegangs gar nicht. Wir bekamen die Ticketkosten zurückerstattet. Erst am Nachmittag kam langsam die Sonne raus und wurde lediglich etwas freundlicher. Am Abend die obligaten Sunset-Foto's. Die Sonne geht überall unter, aber hier ist es wirklich ein besonders eindrucksvolles und stimmungsvolles Erlebnis. Dann stürzten wir uns ins das bunte Treiben der Duval Street. Sluppy Joe’s Bar, Mistle Bar, Hard Rock Cafe und wie sie alle heissen, der Strasse entlang bis zum Hafen wird es niemanden langweilig. Es war ein schöner Besuch auf Key West. Wir haben die Stimmung erlebt und sind uns einig, dass ein einmaliger Trip nach Key West für uns ausreichend ist.



Am nächsten Morgen ging es zurück Richtung Miami Beach. In Miami hatten wir nur noch einen Tag, dann mussten wir den Mietwagen zurückgeben und den Heimflug antreten. Also ein Tag Miami: Ocean Grive durchfahren, wollten Hard Rock Cafe besuchen (wegen Umbau geschlossen) Schifffahrt entlang der Küste, um zu sehen welche Berühmtheiten welche Traumvilla als die Ihre nennen. Voyeurismus auf Touristenebene. Muss ganz schön nervig sein, auf der Terrasse oder im Pool sitzend, alle paar Minuten einem Schiff mit fotografierenden Gaffern zu zuwinken. Es gibt durchaus ruhigere und trotzdem schöne Ecken. Am Nachmittag fuhren wir zum Bill Baggs Cape Florida State Park. Weisse Sandstrand, keine Menschenseele. So spazierten wir am Wasser entlang bis zu Leuchtturm und genossen den herrlichen Ausblick aus der Höhe. Gleichzeitig verabschiedeten wir uns, denn am anderen Morgen mussten wir wieder Richtung Schweiz zurück. Fazit: Bei unserer Reise entlang der amerikanischen Ostküste legten wir in 22 Tagen über 4200 Kilometer mit dem Mietwagen zurück. Vieles, was wir zwischen New York und Key West auf Florida erlebten, wird uns lange in Erinnerung bleiben. Der pulsierende Moloch New York, das beeindruckende Capitol in Washington, die Naturverbundene Fahrt auf der Skyline Drive und Blue Ridge Parkway, der interessante Tag im Universal Studios Orlando und, und, und. Wir machten Bekanntschaft mit einer sehr differenzierten Gesellschaft, grösstenteils freundlichen und aufgeschlossenen Menschen und einer teilweise atemberaubenden Natur. Verbunden mit der urbanen Faszination der Städte New York, Washington, Savannah und Miami war diese Reise ein Kaleidoskop an Eindrücken, Erfahrungen und Empfindungen. Traumhafte Landschaften und Natureigenschaften lassen tiefe Spuren in unsere Erinnerungsvermögen. Je nach Betrachter und Sichtweise. Aber im Herzen unberührt sind wir sicherlich nicht geblieben...



In diesem Sinne:
See you again, Amerika