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2013 Mexico


Yucatán - Karibik, Mayas und Urwald





Wir begangen diese Reise mit einer Zugfahrt nach Frankfurt Flughafen. Von da aus flogen wir mit Condor direkt nach Cancun. Nach der Übernahme des Mietwagens ging es zum Hotel Holiday Inn Express. Am nächsten Morgen haben wir noch etwas mit der Zeitverschiebung zu kämpfen, aber wir liessen uns nichts anmerken, wir wollten jede Minute dieser Ferien geniessen.



Als erstes stand auf dem Programm: Die Isla Mujeres. Mit der Fähre von Ultramar ist man in ca. 20 Minuten auf der Insel. Die Überfahrt kostet für zwei Erwachsene 300 MXN, hin und zurück. Im Norden ist der beliebteste Strand der Insel, der Playa Norte. Im Süden, der Punta Sur mit Ruinen der Mayas. Alles was dazwischen liegt ist sehr gut zu Fuss zu bewältigen. Auf der Insel werden viele Attraktionen angeboten (empfehlenswerte und aus moralischen Gründen weniger empfehlenswerte). Z.B. wer hat schon glückliche Delphine in Gefangenschaft gesehen, die im Garrafon Natural Reef Park leben sollen…..oder die Schildkröten Farms, wo man sich die kleinen in die Hand nehmen darf. Ist wohl auch nicht Artgerecht. Aber es gibt auch schöne Farms mit Schlüpfstationen, die man unbedingt gesehen haben muss. Im Parque de los Suenos, für 400 MXN, werden viele Attraktionen angeboten, z.B. verschiedene Pools, Wasserrutschen, Schnorchel Equipment, Kajaks, Flying Fox und vielem mehr, alles inklusive. Am späteren Nachmittag traten wir die Rückfahrt an, um am Abend noch in Cancun auszugehen.



Am Morgen danach fuhren wir früh Richtung Valladolid ab. Es gibt die Autopista 180 Gebührenpflichtig, oder die 180 Libre, kostenlos. Man sollte aber auf der Libre besonders vor Ortschaften auf die hinterhältige mexikanische Besonderheiten aufpassen. Es sind die sogenannten "Topes". Hierbei handelt es sich um teils sehr heftige Bodenschwellen, die einen vor und innerhalb der Ortschaften recht unsanft auf Schritttempo herunterzwingen. Wer hier nicht aufpasst, riskiert ernste Schäden am Auto und Kopf. Nach dem Mittagessen kamen wir in Ria Lagartos an. Hier machten wir einen kleinen Bootsausflug. Die Lagune sehr einzigartig und sehenswert. Sie ist fast nirgends tiefer als ein Meter und sehr angenehm mit dem Boot zu befahren. Die Tierwelt ist auch besonders: rosa Flamingos, Krokodile, Adler (Aguilla Nero & Pescatore), Trilobiten, Pelikane. - Alles noch Natur pur.



Am nächsten Morgen ging es um 6:30 Uhr los. Chichén Itzá ist vielleicht die faszinierendste Maya Ruine und eine der Hauptattraktionen auf unserer Yucatán Rundreise.



Kurzinfo zu Chichén Itzá

2007 wurde die Maya-Stätte von Chichén Itzá als eines der neuen 7 Weltwunder ausgezeichnet. Es ist die am zweitmeisten besuchte Maya-Stätte in ganz Mexiko.

Ausführliche Informationen zu Chichén Itzá hier



Tipp

Zu empfehlen ist, möglichst früh die Anlage zu besuchen. Touristen werden täglich mit unzähligen Reisecars herankutschiert und ab ca. zehn Uhr wird es fast unmöglich eine Ruine ohne unerwünschte Personen zu fotografieren.



Wir standen um acht schon an der Kasse und hatten das Gelände fast für uns allein. Nach dem Rundgang empfanden wir grosse Sympathien für die Mayas und ihre architektonischen Wunderwerke. Was uns leider überhaupt nicht an Chichén Itzá gefallen hat, waren die Unmengen an Händlern innerhalb der Ruinen. Wenn es ausserhalb des Geländes verschiedene Verkaufsstände gibt, ist das völlig ok und nachvollziehbar. Aber in dieser Ausmass innerhalb eines Weltkulturerbes? Teilweise gerade mal 10 Meter von den Ruinen entfernt. Ein solches Jahrmarktfeeling auf einem solch historischen Gelände ist völlig unangebracht und gab es in keiner anderen Mayastätte, die wir auf unserer Reise besucht haben. UNESCO – BLAME!!!



Der Name Uxmal steht für "die dreimal Erbaute". Ungefähr 600-950 n.Chr. ist entstanden, und die Bedeutung vieler Bauten konnten bis heute nicht vollständig entschlüsselt werden. Beeindruckend sind die wunderschön verzierten Fassaden, riesigen Terrassen, Plätze, Säulen und Torbögen. Die Pyramide des Zauberers oder Wahrsagers ist die steilste von den Mayas errichtete Pyramide. Die begehbare Pyramide in Uxmal ist zwar „nur“ 28m hoch und damit bei weitem nicht die höchste in Mexiko, geht aber ganz schön in die Beine. Die Stufen lassen sich am besten diagonal bezwingen, indem man im Zickzack hochläuft oder auf allen Vieren. Etwas lästig ist die Stufenhöhe, man kommt ganz schön ins Schwitzen. Dazu kommt, speziell am Nachmittag, eine starke Aufheizung der Pyramide. Man läuft in der prallen Sonne herum und hat dazu noch eine mächtige „Fussbodenheizung“. Heiss, wirklich sau heiss. Genügend zu trinken mitnehmen….



Kurzinfo zu Uxmal

Uxmal war eine grosse und kulturell bedeutende Stadt der Mayas, dessen Ruinen heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Die zentralen Bauten der alten Stadt Uxmal wurden sehr gut restauriert, so dass man einen guten Eindruck bekommen kann, wie das hier wohl früher ausgesehen haben mag.

Ausführliche Informationen zu Uxmal hier



Übrigens die Übernachtungen haben wir weder geplant noch reserviert. Jeweils in der Nähe des nächsten Ausflugszieles ein sympathisches Hotel anfahren, die Frage stellen: „tienes una habitación disponible“, ansehen und entscheiden. So einfach…. aber es funktioniert. So auch in Campeche. Wir suchten ein Hotel zentral gelegen. Hotel del Paseo, 4 Sternen, Doppelzimmer für 889 MXN/Nacht. Obwohl in Campeche sehr viel Interessantes zu sehen gibt, haben wir nur den Vormittag für eine kleine Besichtigung genutzt. Wir besuchten die Katedrale von Campeche an der Plaza de la Constitución und nach dem wir in einem grossen Einkaufszentrum Reiseproviant eingekauft haben, spazierten wir etwas auf der Uferstrasse „El Malecón“ entlang. Dann brachen wir Richtung Palenque, Bundesstaat Chiapas, auf.



Kurzinfo zu der Ruinenstadt Palenque

Die Ruinenstätte von Palenque liegt im Bundesstaat Chiapas, mitten im grünen, hügeligen Dschungel. Bisher wurde erst etwa 5% der Stätte ausgegraben, der Rest ist noch von Dschungel überwachsen. Es muss wohl eine riesige Siedlung gewesen sein. Es ist jedoch sehr wenig bekannt über die Anfangszeit und es wird oft spekuliert. Denn der Legende nach wurde hier 993 v. Chr. bereits der erste Herrscher geboren.

Ausführliche Informationen zu der Ruinenstadt hier



In Palenque hat uns das 4 Stern Hotel Chablis mit Pool, für 1180 MXN/Nacht, sehr angetan und so blieben wir hier zwei Nächte. Von da aus besuchten wir die von Regendwald umgebene, an einem Berghang gelegene Maya-Ruinen von Palenque, den Wasserfall von Misol-Ha und die Wasserfälle Aqua Azul.
Der ursprüngliche Name von Palenque lautete Lakamha’ („Grosses Wasser“). Was wohl auch darauf zurückzuführen ist, dass durch die Anlage zahlreiche kleine Bäche fliessen und ebenso ein grösserer Wasserfall innerhalb der Maya-Stätte liegt. Dutzende Gebäude, Pyramiden und Tempel verteilen sich auf der Lichtungen im Urwald und stehen bereits seit 300 v.Chr. Die Anlage ist für die Besucher als Rundgang ausgebaut. D.h. man kommt nicht am Eingang wieder raus, sondern durch einen idyllischen Weg durch den Wald. Der Tempel der Inschriften ist der wahrscheinlich bekannteste Tempel. Er verdankt seinen Namen den eingeritzten Hieroglyphen. In den 1950er Jahren wurde im Innern eine Grabkammer mit einem Sarkophag entdeckt, der von einer mehreren Tonnen schweren Kalksteinplatte bedeckt wurde. Es wird angenommen, dass hier König Pakal lag, einer der wichtigsten Könige der damaligen Zeit. Wie vieles mehr im Zusammenhang mit der Kultur und den Bräuchen der alten Mayas, ist das aber nur eine Vermutung.
Auf dem Weg nach Palenque machten wir den ersten Stopp bei den schönen Agua Azul, den blauen Wassern. Und ja, genau dieses leuchtete in den vielen Becken der zahlreichen Wasserfälle tatsächlich in einem strahlend hellen Türkis. Verantwortlich für diese fast schon unwirkliche Farbe sind spezielle Bakterien im Fluss. Über 500 verschieden grosse und auch unterschiedlich hohe Wasserfälle sammeln sich in unzähligen Becken, in denen man teilweise sogar schwimmen kann. Die zweite Pause an diesem heissen Oktobertag machten wir dann beim malerischen Misol-Ha. Der Wasserfall besteht aus einer Kaskade, welcher unglaubliche 35 Meter in ein tiefblaues, kreisförmiges Becken hinabfällt, was eine beliebte Badestelle für Besucher ist. Das Wasserbecken hat durch den hohen Mineraliengehalt des Wassers eine klare, blaue Farbe. Hinter der riesigen Wasserwand führt ein Weg direkt in eine Höhle, die als attraktives Badebecken von Einheimischen genutzt wird. Ein absolut abenteuerliches Erlebnis im Urwald von Chiapas, das man sich nicht entgehen lassen sollte.



Am dritten Tag verabschiedeten wir uns von der hügeligen Bundesstaat Chipas und fuhren auf der 186 Libre Richtung Osten. Wir übernachteten im Hotel Laguna in Bascalar. Die Sicht aus dem Bungalow ist traumhaft. Die Lagune ist einfach atemberaubend schön. Das Hotel dagegen erinnert eher an die 70er Jahre und das Badezimmer hat in der Zeit wohl noch nie eine Renovierung erlebt. (Ich wusste bis danhin nicht, das es sogar Waschbecken aus Plastik gibt…..)
Am nächsten Morgen, nach einem spärlichen Frühstück, fuhren wir Richtung Tulum. Im Hotel Spa Maya Tulum bezogen wir einen Bungalow direkt am Meer, wo wir den ganzen Nachmittag verbrachten. Am Abend assen wir im Restaurante-Cantina La Malquerida, inkl. Tequila Milagro Reposado……..
Die Besichtigung der Ruinenstätte von Tulum ist Pflicht für jeden Mexiko-Touristen. Diese sind nicht für ihre Grösse oder Geschichte bekannt, sondern eher für deren Lage. Sie liegen direkt am Karibischen Meer und die Aussicht dort ist wirklich beeindruckend. Dieser Ort wurde unter nicht für die Verteidigung, sondern zur Beobachtung des Himmels, insbesondere der Venus errichtet. Der bekannte Mayakalender wurde angeblich hier erstellt. Hinter dem Eingang läuft man über einen Steinweg, vorbei an vielen Bäumen und Pflanzen über einige Treppen und durch einen kleinen Tunnel bis die ehemalige Maya Stadt zum Vorschein kommt. Die verschiedenen Tempel sind noch gut erhalten und werden von unzähligen riesigen Leguanen bewohnt. Obwohl das Gelände längst nicht so gross ist und die einzelnen Bauwerke viel kleiner als in Chichén Itzá zum Beispiel, gibt es auch hier einiges zu sehen: El Castillo - das höchste Gebäude Tulums / Tempel des herabsteigenden Gottes / Freskentempel / Tempel des Windgottes. In 1-2 Stunden hat man das gesamte Areal erkundet.



Tipp

Die Ruinenstätte ist täglich geöffnet. Am besten sollten Sie noch kurz vor dem Morgengrauen da sein, um den Sonnenaufgang über der Karibik und El Castillo zu geniessen. Es wird nur ein kleiner Eintrittspreis erhoben. Der Bereich ist weniger als 500 Meter lang. Tragen Sie bequeme Schuhe und einen Hut (das gilt ja eigentlich für alle Mayaruinen)



Was sind Cenoten?
Die schönsten Cenoten Mexikos befinden sich rund um Tulum. Im Bundesstaat Quintana Roo, in dem Tulum liegt, sind über 1000 Cenoten bekannt. Eine Cenote ist ein Kalksteinloch in der Erde. Durch die Auflösung des Kalkgesteins bilden sich Höhlen. Brechen die Decken dieser Höhlen ein, so entstehen Öffnungen, die bis zum Grundwasser reichen. Die vielen Cenoten werden auch als Entwicklungsgrund für die Mayazivilisation im nordwestlichen Teil Yucatàns angesehen, da diese als Brunnen gedient haben. Heute gehören Cenoten zu den grössten Touristenattraktionen in Mexiko, ob zum Baden, Schnorcheln oder Tauchen. Das Baden im glasklaren und kühlenden Süsswasser ist eine willkommene Abwechslung, abgesehen von den traumhaften Karibikstränden, zum Meer. In der Nähe von Tulum befindet sich mit der Gran Cenote eine der berühmtesten. Hier ist die touristische Infrastruktur besonders gut ausgebaut. Es gibt Umkleidekabinen, Duschen, Toiletten und sogar Schliessfächer. Auch hier lohnt es sich so früh wie möglich da zu sein, da viele Touristen, aber auch Einheimische hier hin wollen und es ab 11 Uhr gerammelt voll ist. Die Cenote liegt fünf Kilometer ausserhalb von Tulum auf der Strasse nach Coba. Wir waren schon um 8 Uhr da und konnten fast alleine einige Runden schwimmen und dieses Naturereignis geniessen.

Von hieraus fuhren wir zurück nach Cancun, wo wir für eine Woche im Hotel Riu all. Incl. gebucht haben. Nachdem wir das Mietwagen ohne Probleme und unbürokratisch abgegeben haben, bezogen wir unser Zimmer im Hotel. Eines vorweg, das Hotel ist nicht unbedingt das neuste, sprich einige Renovierungen wären angebracht. Es war jedoch alles sauber und gepflegt. Das Personal war freundlich und sehr hilfsbereit. Egal ob Chef oder Kellner, alle haben sich bemüht jedem Gast die Wünsche zu erfüllen. Es gab mehrere Pools mit Liegen und Schirmen. Allerding diese Modeerscheinung, morgens um 5 Uhr Liegen zu reservieren, wurde auch hier praktiziert. Der Strand ist nicht unbedingt breit dafür sehr lang. Und es wurde jeden Morgen von Unrat und Algen gereinigt. Für Menschen die gerne am Strand entlang spazieren oder joggen, ideal. Kleines Manko war, dass es am Strand keine Sonnenschirme gab. Der Auswahl an Getränke war enorm. Man wurde, wenn man es wünschte, an den Liegen am Pool bedient oder man holte sich an den verschiedenen Bars in unbeschränkte Mengen die Getränke. Man konnte auch 24 Stunden am Tag Snacks geniessen. Das Zimmer war geräumig und gut ausgestattet. Ein Minibar und ein Flaschenausschank mit vier verschiedenen Hochprozentigen, standen uneingeschränkt zur Verfügung. Nun zum Essen: es gab 1 Haupt Restaurant und 4 Spezialitäten Restaurants. Das es viele Gerichte gab das mehrmals angeboten wurde ist klar. Man denke nur an die viele ignorante Menschen die nur essen was sie kennen. Nach dem Motto, "Was der Knecht nicht kennt, isst er nicht". Es gab wirklich grosse Auswahl mit verschiedene Themen an Mahlzeiten. Man musste sich nur trauen es zu probieren! Was auch beindruckend war, es waren immer fünf Köche die das Essen im Saal frisch zubereiteten. In den Spezialitäten Restaurants, Italiener, Japaner, Steakhouse und einen Gourmet Restaurant musste man sich ein Tag vorher anmelden, um ein Tisch zu reservieren. Alles in allem ein tolles Hotel mit Internationale Gäste. Wir würden jederzeit wieder besuchen, obwohl wir uns nach der zweiwöchigen Rundfahrt uns fast gelangweilt haben. Alles im Ganzen hat es uns in Mexiko sehr gefallen.