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2009 Bali




Wir waren noch nie in Asien. Den Wunsch diese exotische Welt etwas zu beschnuppern, haben wir uns diese Reise gebucht. Zwei Wochen auf Bali. Geflogen sind wir mit Singapore Airlines. Da es kein Direktflug nach Bali gibt, sind wir in Singapore zwischengelandet. So dauerte die Anreise bis Denpasar 17 Stunden. Relative lange Flug, jedoch super Service im Flugzeug. Für die Übernachtung haben wir das Hotel Mandira Beach Resort & Spa am Legian Beach, unweit der berühmten Kuta Beach ausgewählt. Das Hotel ist nur durch eine unbefahrene Promenade vom Strand getrennt. Die Anlage ist sehr gepflegt und grün, mit vielen Bäumen, Büschen und Blumen. Die Poole waren sehr schön, eins mit Baar der andere mit Whirlpool mit Aussicht aufs Meer. Das Meer eignet sich nur bedingt zum Baden, wegen der teils hohen Wellen. Die Sonnenuntergänge sind am Abend umso spektakulärer. Gegen Abend versammeln sie sich die Hobby Fotografen am Strand um das perfekte Bild zu machen. Das Personal ist stets freundlich und zuvorkommend, was den Gesamteindruck der balinesischen Herzlichkeit unterstreicht. Das Zimmer (De Luxe Kategorie) war sauber, groß genug und hatte neben Toilette und Badewanne auch eine Aussendusche.




Im Vorfeld haben wir durch das Internet den Tipp gefunden, den deutschsprechenden Gusti als Privat Guide zu suchen. Noch von Zuhause aus haben wir dann den Kontakt mit ihm aufgenommen und alles abgemacht. Funktionierte einwandfrei. Mit Ihm haben wir dann diverse Ausflüge unternommen.



Pura Tanah Lot, Batukaru, Pura Taman Ayun


Es hat den ganzen Tag stark geregnet. Es hat sich auch mein Bedenken, hier nicht selber im Verkehr teilzunehmen nur bestätigt. Die Balinesen befahren die Verkehrswege sehr chaotisch.
Der Weg Richtung Tanah Lot war durch kleine Ortschaften sehr kurzweilig. Wir hielten in Tabanan an, der Verwaltungs- und Handelsmittelpunkt und Reiskammer von Bali ist. Pura Tanah Lot liegt auf einer Felsspitze im Meer dicht am Ufer. Auf dem Fussweg ist die Tempelanlage – ohne dabei nass zu werden – nur bei Ebbe zu erreichen. Vom Strand aus erreicht man den Tempel nach einem 50 Meter langen Gang über rundgewaschene Steine und feinen dunklen Sand, um zur Felseninsel zu gelangen. Dort angekommen folgt ein kurzer Aufstieg Richtung Tempel, wo ein Zaun den Eintritt zum eigentlichen Tempel verwehrt. Im inneren Hof, dessen Zugang den Gläubigen vorbehalten ist, reihen sich die mehrstöckigen Schreine auf, die den Götterberg Meru repräsentieren. Im Falle von Tanah Lot ragen fünf Merus in den Himmel. Diesen Tempel haben wir als Lieblingsmotiv in unserem Fotoalbum gekrönt.




Das zweite Ziel von heute war bei Badung die Tempelanlage Taman Ayun, Tempel des schwimmenden Insels. Die Anlage ist eingerahmt von zahlreichen blüten- und früchtetragenden Bäumen.




Am Nachmittag besuchten wir in Denpasar das Hard Rock Cafe.





Elefantenhöhle Goa Gajah und Pura Besakih


Der eigentliche Eingang zur Elefantenhöhle besitzt eine Dämonenfratze, die den Eindruck vermittelt, die Besucher würden von dieser verschlungen. Zuerst erreichten wir einen Badeplatz, der mit edlen aus Stein gefertigten Statuen von Quellnymphen ausgestattet ist. Aus den Krügen dieser als Wadadari oder bidadari bezeichneten Nymphen plätschert Wasser in drei Becken. Dieser Badeplatz wurde 1954 entdeckt und ausgegraben. Hier beim Baden wird streng nach Männern und Frauen getrennt, da das Wasser als heilig gilt und magische Kräfte besitzen soll. Wir haben es nicht ausprobiert.




Die Fahrt Richtung Badung ging vorbei an üppig grüne Landschaften und terrassierte Reisfelder. Wir besuchten den bedeutendsten auf der Insel Bali gelegene hinduistische Tempelanlage Pura Besakih, die „Muttertempel“ aller balinesische Tempel. Der Tempel wurde vermutlich im 8. Jahrhundert gegründet und liegt auf rund 950 Meter Höhe am Südwesthang des Gunung Agung, einem nach wie vor aktiven Vulkan. Die Gesamtanlage besteht aus über 200 Gebäuden, zu denen mehrstufige Tempeltürme, Schreine, offene Pavillons und weitere geschlossene Gebäude gehören. Die Fürstengeschlechter haben jeweils ihren eigenen Bezirk. Alle Dorfgemeinschaften verfügen innerhalb des weitläufigen Geländes über eigene Tempelbereiche oder Schreine, die jeweils von einer Mauer umgeben sind.




Am Schluss hat uns Gusti zu eine kleine Kaffe- und Gewürzplantage geführt, um uns über die Arten und Zubereitungen der Würzmittel einen Eindruck zu vermitteln. Pfeffer, Kakao, Nelken, Zimt und Ingwer, Kurkuma und Kardamon – all dies lässt sich hier entdecken. Neben klassischem balinesischem Kaffee, Ginseng-Kaffee, Kaffee-Mocca und Ingwer-Kaffee wird hier auch der teuerste Kaffee der Welt ausgeschenkt: der Kopi Luwak. Das ist ein spezieller Kaffee, der aus Indonesien kommt und umgangssprachlich auch Katzenkaffee genannt wird. Die Kaffeebohnen werden nämlich von einer bestimmten Schleichkatze gefressen und die ausgeschiedenen Bohnen anschliessend geröstet. Ich hatte schon einmal in einer Dokumentation davon gehört. Nachdem Gusti anfing zu schwärmen, wie mild und aromatisch dieser Kaffee sei, springe ich über meinen Schatten und bestelle eine Tasse zum probieren. Der Kaffee schmeckt tatsächlich gut und viel feiner und milder als der traditionelle balinesische Kaffee. In einem kleinen Shop kann man die Kaffesorten und Gewürze natürlich auch kaufen. Wir erstehen ein paar Mitbringsel für die Daheimgebliebenen und machen uns, bereichert von lauter Kaffeegeschmäckern, auf den Weg zurück zu unserem Hotel.





Denpasar und Kuta Beach


Wir waren auch noch in Denpasar unterwegs und haben eine Orchideenfarm und ein kleines Zoo besucht, jedoch für den bezahlten Eintritt (umgerechnet 35.- USD/Person) wären wir besser einmal mehr was gutes zu Essen gegönnt. Auch das Mahnmal von Kuta haben wir besucht. 12. Oktober 2002 kamen hier bei einem Terroranschlag 202 Menschen ums Leben. Für die Opfer wurde hier ein Mahnmal errichtet





Fledermaustempel Goa Lawah


Der Fledermaustempel Pura Goa Lawah zählt zu den Haupt-Touristenattraktionen in Ost-Bali. Attraktion des Höhlentempels zwischen Candi Dasa und dem Dörfchen Kusamba sind vor allem seine tierischen Bewohner. Tausende Fledermäuse hängen tagsüber in dunklen Trauben von der Höhlendecke. Gegen Abend schwärmen die nachtaktiven Tiere aus auf Nahrungssuche. Die Anlage entstand bereits im 11. Jahrhundert in vorhinduistischer Zeit und war anfänglich animistische Kultstätte. Heute werden in dem vis-à-vis dem Meer gelegenen Tempel hauptsächlich balinesisch-hinduistische Zeremonien abgehalten. Diese widmen sich vorrangig dem Tod und den Seelen verstorbener Ahnen. Bei Verbrennungszeremonien etwa wird die Asche am Strand gegenüber dem Pura Goa Lawah im Meer verstreut